Schriften, Texte von Uta-Maria Freckmann

Neuausrichtung auf dem spirituellen Weg

 

© Uta-Maria Freckmann 21.09.2020

 

Als Grundvoraussetzung, um sich spirituell weiter zu entwickeln, ist seit alters her das „Aufräumen“ des eigenen Lebensfeldes eine wichtige Voraussetzung. Manche bezeichnen diesen Ablauf auch als Loslassen. Das kann sehr viel Freude bereiten, weil man sofort und beinahe unmittelbar Erleichterung verspürt! Die Zufriedenheit wächst, sobald überflüssiger Ballast aussortiert wird. Alle Räume werden geordnet und so ausgestattet, dass man sich unbedingt wohl und geborgen darin fühlt. So strahlt das eigene Heim immer mehr Liebe aus und man ist darin zuhause.

 

Die höhere Seele wird durch Besitz belastet, denn sie muss sämtlichen Erdenbesitz energetisch mittragen, was eine gewisse „Schwere“ mit sich bringen kann. Ist man täglich dankbar für alles was man besitzt, oder verwendet einen großen Teil seines Besitzes um damit Gutes zu tun, wird diese Last ebenfalls erleichtert. Das Ausräumen der überflüssigen Güter mag zumeist einfach von der Hand gehen, aber daran anschließend erfolgt die Überprüfung der Lebensfelder, was zu Blockaden, großen Herausforderungen oder bis zur Verweigerung führen kann.

 

Hierbei können tief sitzende Ängste berührt werden, denn Lebensfelder ordnen, alles durchgehen und aufräumen kann bedeuten, dass man Menschen hinter sich lassen muss (oder mehr Abstand zu ihnen braucht), die definitiv wegen ihrer Lebensweise nicht mehr passen, dass Wohnorte und Arbeitsplätze erneuert werden müssen, oder dass zwischenmenschliche Beziehungen völlig neu aufgestellt werden wollen. Dazu gehört auch das Verzeihen, oder das Zurechtrücken gemachter Erfahrungen. Teilweise müssen Entscheidungen getroffen werden, die man lange Zeit vor sich hergeschoben hat, oder die längst überfällig geworden sind. Durch das Aufschieben stagniert das Leben, es kann sogar eine Abwärtsspirale beginnen, die immer energieloser macht. In diesen ausweglosen Situationen werde ich oft gefragt, was zu tun sei, oder wie man diese unerträglichen Zustände ändern kann.

 

Aus meiner Erfahrung geht es so nicht wirklich weiter, weil keine inneren Impulse mehr erfolgen, der Kanal (die intuitive Verbindung zum höheren Selbst, zur höheren Seele) ist quasi „verstopft“ denn anstehende Aufgaben wurden einfach beiseite geschoben. Diese Verweigerung ist durchaus verständlich, denn es braucht Mut um zu neuen Ufern aufzubrechen, ganz besonders, wenn finanzielle Ressourcen aufgebraucht sind und man eigentlich gar nicht weiß WIE oder WO man anfangen soll mit dem Verändern. Es hilft, wenn man Entscheidungen gedanklich durchspielt und „so tut als ob“. Dabei die emotionalen Reaktionen genau beobachten, dann erkennt man recht schnell, was einem wirklich gut tun würde oder was dringend ansteht.

 

Nun kann man sich allerdings darauf verlassen, dass höhere Hilfe greift, wenn man sich ernsthaft bemüht und nach oben um Unterstützung bittet. Nach meiner Erfahrung ist es sogar so, dass sich plötzlich eins ins andere fügt, dass das Leben in Fluss kommt und es alles gar nicht so schwer ist, wie man befürchtet hat. Vor allem anderen aber kommt diese große innere Freude auf, die anzeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist und mehr und mehr zu sich selbst findet. Das ist ein wunderbarer Prozess, den man immer wieder beobachten kann und der das Vertrauen in die höheren Mächte sehr stärkt. Wichtig dabei ist, langsam, Schritt für Schritt voranzugehen, so dass man das Gefühl bekommt mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen, auch wenn es zeitweise mal etwas wackliger wird.

 

Hinweis: Mein Text beruht auf den Ausführungen von Manuela Schindler von Phoenix-Netzwerk. In ihrem Buch "Kanal-Sein für Gott in uns" finden sich weiterführende Übungen zum Thema. Inhaltsangabe und Buch sind hier erhältlich.