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Die Hoffnung pflegen - oder - "Wie gelange ich zu einer (echten) positiven Sicht der Dinge?"

In den letzten Jahren werden wir mit vielen Katastrophen und angsterregenden Situationen in der Welt konfrontiert. Manch einer liest oder hört daher gar keine Nachrichten mehr, oder man filtert vorab, was angenommen wird und was nicht. Eine Vorgehensweise die zeitweise gar nicht so verkehrt ist, wenn man sich eine positive Sicht der Dinge erarbeiten möchte. 

 

Dem Geschehen lediglich mit „positiven Slogans“ zu begegnen, hat oftmals leider auch nicht wirklich dabei geholfen, Ängste einzudämmen, oder mit den täglichen Schreckens-Nachrichten besser umzugehen.

 

Mit positiver Sicht ist nämlich nicht gemeint, sich etwas „Schönzureden“, dies entspringt aus einer Harmoniesucht, die sich als trügerisch erweisen kann, denn sie zeigt lediglich Vermeidungsverhalten auf, und dass man sich nicht mit den wirklichen Gegebenheiten auseinandersetzen möchte. Dies wäre nur die andere Seite von Negativität die zu Verdrängung führen kann.

 

Eine andere Version des Verhaltens besteht aus Gleichgültigkeit, der aber ebenfalls Negativität zugrunde liegt, denn man hat schon aufgegeben und sich innerlich distanziert vom Weltgeschehen. Die Gefahr der Gleichgültigkeit und dem gedankenlosen Folgen der kollektiven Meinungen, besteht aus energetischer Sicht darin, in eine Passivität zu verfallen die äußerst ungesund ist und die vergleichsweise in der Natur dem Zustand der „Kompostierung“ gleichkommt. Dieser Vorgang zeigt ja naturgemäß an, dass eine Pflanze in den Urgrund zurückverwandelt wird, daran sind allerhand Kleinstlebewesen beteiligt. Für einen sensitiven Menschen kann sich solch ein Prozess äußerst schmerzhaft anfühlen, er ist zuweilen spürbar, damit man durch Umdenken eine Veränderung einleiten kann.

 

Viele Erfolgstrainer versuchen seit Jahren, Menschen erfolgreicher zu machen, indem sie ihre Negativität mit positiven Leitsätzen „übertünchen“. Da wird Selbstzweifeln und Erfolglosigkeit mit neuen Glaubenssätzen begegnet, wie zum Beispiel: „ich schaffe das“; „ich werde jeden Tag erfolgreicher“, ich bin der/die Beste“ und so fort. Das geht für eine Weile gut und kann zeitweise gelingen, aber so lässt sich ein negatives Unterbewusstsein nicht umpolen. Wenn man falsch vorgeht, kann Alles wie ein Kartenhaus urplötzlich in sich zusammenbrechen und man steht völlig desillusioniert vor den Scherben seines Tuns.

 

Ein negatives Bewusstsein, und ich bin der Meinung, dass die meisten Menschen damit ausgestattet sind (mich eingeschlossen), lässt sich nur durch handfeste Argumente, Mentaltraining und innere Diskussionen davon überzeugen, dass die Welt anders ist, nämlich viel schöner und hoffnungsfroher als man bisher zu wissen glaubte.

 

Wie schreibt Hans Rosling in seinem Buch Factfullness, welches zu dem Thema sehr zu empfehlen ist: [Zitat] „Wir müssen lernen, unseren „DRAMENKONSUM“ in den Griff zu kriegen, ohne derartige Kontrolle geht unser Appetit fürs Dramatische zu weit und hindert uns daran, die Welt so zu sehen wie sie ist und führt uns so fürchterlich in die Irre. Und an anderer Stelle: „Es sind Daten als Therapie nötig (Statistiken über positive Veränderungen in der Welt, Anm: U. Freckmann), es ist das VERSTEHEN als Quelle inneren Friedens, denn die Welt ist gar nicht so dramatisch wie es scheint. [Zitatende]

 

In Wahrheit ist es gar nicht so schlimm wie es sich durch die Nachrichten darstellt. Das halbvolle Glas zu sehen anstatt das halbleere, lässt sich üben. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich in der Welt signifikant sehr viel zum Guten verändert. Das zeigt sich unter anderem in den vielen Hilfsorganisationen die sich in der ganzen Welt gebildet haben und den vielen ehrenamtlichen Bestrebungen engagierter Bürger. Wenn ich eine positive Grundstimmung herstellen möchte, weil Negativität mich zu überschwemmen droht, oder ich das Gefühl habe energetisch abzusinken, fange ich an, innerlich zu argumentieren und alles in Relation zu setzen. Das oben genannte Buch hilft ebenfalls dabei, reale Fakten zugrunde zu legen und Argumente gegen die aufkommende Negativität zu nutzen (wenn es um die Weltlage geht). Sich von negativen Gedanken zu distanzieren, indem man sich sagt, dass man sie keinesfalls annehmen wird als Realität, sondern diese als Einrede zu betrachten, wird mit der Zeit ein positives Bewusstsein erschaffen. 

 

Menschen lieben das Drama, Spannung und emotionalen Überschwang, genau dort gilt es Veränderungen einzuleiten. Damit wird das Leben nicht langweiliger, wie manch einer mutmaßen wird, sondern gleichmütiger! Genau DAS ist es doch was die meisten Menschen sich wünschen:

 

GLEICHMUT, HOFFNUNG und LIEBE…

 

Seinen Glauben nutze ein jeder nach seiner Fasson, um mit seiner Hilfe sein Ziel zu erreichen, denn es ist ungemein wichtig in diesen bewegten Zeiten, sein Bewusstsein positiv auszurichten.

 

© 04.2018 U. Freckmann

 

 

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